{"id":761,"date":"2016-05-25T13:13:57","date_gmt":"2016-05-25T11:13:57","guid":{"rendered":"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/?page_id=761"},"modified":"2016-05-25T13:13:57","modified_gmt":"2016-05-25T11:13:57","slug":"reise-ins-weserbergland-2005","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/?page_id=761","title":{"rendered":"Reise ins Weserbergland 2005"},"content":{"rendered":"<h3>Senatsreise 2005 ins WESERBERGLAND\r\n(09.09.2005 \u2013 11.09.2005)<\/h3>\r\n<p>28 Senatorinnen, Senatoren und acht Kinder und Jugendliche (alle wohl erzogen!), waren aus der deutlich gr\u00f6\u00dferen Schar der Reisewilligen \u00fcbrig geblieben. Es stellte sich sofort heraus, dass sich diese auf das Weserbergland Neugierigen geradezu gesucht und gefunden hatten. Unser Bus war noch nicht losgefahren, da hatte man den Eindruck, dass sich hier Jung und Alt getroffen hatte, um sich froh gelaunt auf einen Familienausflug zu begeben. \u2013 Als es sp\u00e4ter dann zum Abschied nehmen kam, war aus dem Ein-druck Gewissheit geworden. Wo gibt\u2019s noch so gro\u00dfe Familien, in der alle zwei ein halb Tage so selbstverst\u00e4ndlich, so sympathisch, so gut gesinnt, f\u00fcrsorglich und r\u00fccksichtsvoll, ohne ein falsches oder lautes Wort gut mitei-nander auskommen. Etwas Wehmut schwang mit in den Abschiedsworten:<br>\r\n\u201e Schade, dass die Tour schon vorbei ist.\u201c<\/p>\r\n\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-763 size-full\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Unbenannt1.png\" width=\"148\" height=\"222\" \/>Dabei fing es gar nicht so gut an. Kaum waren wir auf der Autobahn, da standen wir auch schon im Stau; und zwar so lang, dass unser erster Programmpunkt (Externsteine) gestrichen werden musste. Die \u201egro\u00dfe Familie\u201c nahm es mit lustiger Gelassenheit und genoss die Bordverpflegung, u.a. edlen Sekt, gro\u00dfz\u00fcgig gespendet von unseren Ehrensenatorin Ela Str\u00fcnker-Kolhagen. Vorfreude auf Programmpunkt zwei: \u201eHermannsdenkmal\u201c. Tats\u00e4chlich erreichten wir Arminius, der Varus im Teutoburger Wald 9 n.Chr. so vernichtend schlug, noch bei Tageslicht.<\/p>\r\n\r\n<p>Dem staubedingt brach liegenden Bewegungsdrang wurde durch forschen Aufstieg zum Aussichtsring des m\u00e4chtigen Denkmals gen\u00fcge getan, dem immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Hunger durch das anschlie\u00dfende Abendessen. \u2013 Dann: problemlose Weiterfahrt nach Bad Pyrmont zum Hotel. Die Zimmerblegung erfolgte z\u00fcgig, weil der Abend noch an der Bar enden sollte, was er dann auch tat.\r\nAm n\u00e4chsten Tage ging\u2019s nach Hameln, in die Rattenf\u00e4ngerstadt. Der Rattenf\u00e4nger muss sich zwischenzeitlich m\u00e4chtig vermehrt haben; denn w\u00e4hrend wir eine kurze Zeit auf unsere zweite Stadtf\u00fchrerin warteten, zogen mehrere Rattenf\u00e4nger an uns vorbei. Gl\u00fccklicherweise waren unsere \u201eKids\u201c Rattenf\u00e4nger resistent. Niemand ist einem von ihnen gefolgt. \u2013 Vom Anblick einer derma\u00dfen wohl behaltenen und bestens restaurierten Altstadt waren alle angetan. Und diejenigen, die Hameln noch nicht kannten, waren schlicht begeistert. Umso mehr, als wir erfuhren, dass diese alte Substanz dank der Initiative einer einzelnen Dame<\/p>\r\n\r\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-764 size-full\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Unbenannt2.png\" width=\"244\" height=\"162\" \/>\r\n\r\n<p>(Frau Elsa Buchwitz) erhalten geblieben ist. Man war in den 50-er und 60-er Jahren dabei, das alte Gem\u00e4uer der Stadt zugunsten \u201emoderner\u201c und verkehrsgerechter Architektur zu \u201esanieren\u201c. Allein das Fischerviertel Hamelns ist diesem Wahn geopfert worden. Heute ziert ein Backsteinbauklotz, in dem ein Supermarkt seine Waren anbietet, einen Platz, auf dem einst sich die vielen kleinen Fischerh\u00e4user eng an eng in schmalen Gassen dr\u00e4ngten. Wahrlich keine Auto gerechte Bebauung. Heute gibt\u2019s hier Stra\u00dfen und den Weitblick \u00fcber eine nichts sagende, \u00f6de Fl\u00e4che. Frau Buchwitz hat es geschafft, dass die so gearteten Sanierungsma\u00dfnahmen gestoppt, stattdessen die Restaurierung der alten Bausubstanz gestartet wurde.<\/p>\r\n\r\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-765 aligncenter\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Unbenannt3.png\" alt=\"\" width=\"217\" height=\"144\" \/>\r\n\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-766 alignleft\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Unbenannt4.png\" alt=\"\" width=\"172\" height=\"258\" \/>Es hat sich sichtlich gelohnt. Das Haus zum Beispiel, in dem Wilhelm Busch gewohnt hat, w\u00e4re wohl nicht mehr.<br>\r\nDas Mittagessen konfrontierte einige mit einer weiteren Neuigkeit: Vegetarische Kost! K\u00f6stlich zubereitet und m\u00e4chtig, aber vegetarisch.<\/p>\r\n<p><br><br><br><br><\/p>\r\n\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-767 size-full\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Unbenannt5.png\" width=\"226\" height=\"150\" \/>Die vielf\u00e4ltigen Eindr\u00fccke des Vormittages konnten w\u00e4hrend einer nachmitt\u00e4glichen Kutschenfahrt durch die Weserauen in Ruhe verarbeitet werden. In Ruhe? In einer der beiden Kutschwagen wurde bei Gitarrenbegleitung (laut) gesungen (am Instrument: Edith Derda). Deutsche Gebrauchslyrik, Lieder aus der K\u00fcche, aus der Mundorgel, aus dem Volksgut und aus dem k\u00f6lschen Fastelovend. Alle Stimmb\u00e4nder blieben dank gezieltem Trinken stets feucht und elastisch.<\/p>\r\n\r\n<p>Zum Abendessen fanden wir uns im Rattenf\u00e4ngerhaus ein. H\u00f6hepunkt: Flambierte Rattenschw\u00e4nze! Spektakul\u00e4r vor allem f\u00fcr unsere J\u00fcngeren, kulinarisch \u00e4u\u00dferst pikant f\u00fcr alle. Und zum Schluss brannte es noch: Der \u201eRattenkiller\u201c (ein 50-prozentiger Digestiv) erst im Glas, dann in der Kehle.<br>\r\nR\u00fcckfahrt zum Hotel in Bad Pyrmont und gro\u00dfes Treffen auf der Terrasse vor der Bar. Es wurde viel erz\u00e4hlt, herzlich gelacht und gen\u00fcsslich getrunken \u2013 es war wonnig gem\u00fctlich. Bis eine junge Bedienung in v\u00f6lliger Verkennung der Situation meinte bemerken zu m\u00fcssen: \u201eIch k\u00f6nnte sie ja auch auf ihre Zimmer schicken!\u201c Unserem \u201eFreigang\u201c hat diese Aufforderung nicht geschadet. Er dauerte, bis das letzte Glas getrunken und der letzte Witz erz\u00e4hlt war.<\/p>\r\n\r\n<p>Am n\u00e4chsten Tag, bei Nieselregen, nahmen wir Abschied von Bad Pyrmont. Fahrt zum gr\u00f6\u00dften Wasserstra\u00dfenkreuz Europas nach Minden. Auf dem Weg dorthin besuchten wir noch Kaiser Wilhelm I. an der Porta Westfalica. Sein Denkmal ist zur Erinnerung an die erste Vereinigung der deutschen Staaten im zweiten Kaiserreich (von 1871 bis 1918) errichtet und 1896 eingeweiht worden.<\/p>\r\n\r\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-768 size-full\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Unbenannt6.png\" width=\"266\" height=\"177\" \/>\r\n\r\n<p>Im Wasserstra\u00dfenkreuz Minden wird in 13 Meter H\u00f6he der Mittellandkanal \u00fcber die Weser gef\u00fchrt. Weser und Mittellandkanal sind durch verschieden Schleusen miteinander verbunden. Die \u00e4lteste und kleinste Schleuse ist die \u201eSchachtschleuse\u201c, 82 Meter lang und 10 Meter breit aus dem Jahre 1914. Diese hebt bzw. senkt die Schiffe in einem Zug \u00fcber die gesamte H\u00f6he von 13 Metern und ben\u00f6tigt hierf\u00fcr sieben Minuten.<\/p>\r\n\r\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-769 size-full\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Unbenannt7.png\" width=\"190\" height=\"126\" \/>\r\n\r\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-770 size-full\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Unbenannt8.png\" width=\"173\" height=\"115\" \/>\r\n\r\n<p>Wir befuhren den Mittellandkanal, \u00fcberfuhren die Weser und landeten in der Schachtschleuse. Und dann ging\u2019s abw\u00e4rts.<\/p>\r\n\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-771 size-full\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Unbenannt9.png\" width=\"160\" height=\"240\" \/>Ein grandioses Erlebnis! Gleichwohl \u00fcberkam manchen schon ein etwas unwohles Gef\u00fchl, als das Schiff in dem immer tiefer werdenden, d\u00fcsteren Loch der Schleuse versank. Als sich dann das Schleusentor ge\u00f6ffnet hatte und der Himmel wieder bis zum Horizont reichte, war alles vorbei..<\/p>\r\n<p><\/p>\r\n<p><\/p>\r\n<p><\/p>\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-772 size-full\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Unbenannt10.png\" width=\"235\" height=\"156\" \/>\r\n\r\n<p>Die Weser hatte uns aufgenommen. Wir fuhren weseraufw\u00e4rts unter dem Mittellandkanal Richtung Porta Westfalica: eine sch\u00f6ne, ruhige, erholsame Bootsfahrt, die manch gute Unterhaltung hat zustande kommen lassen.<\/p>\r\n\r\n<p>In Porta Westfalica wartete unser Bus. Gl\u00fccklicherweise war die R\u00fcckfahrt nicht so prall mit Staus gef\u00fcllt; es gab nur einen solchen, der mit Gesang \u00fcberwunden wurde. Das Training vom Vortage hatte sich gelohnt. Die anderen guten Annehmlichkeiten der Hinfahrt wiederholten sich: Bordverpflegung, und der edle Sekt war gro\u00dfz\u00fcgig gespendet von unserem Senator Robert Granderath.<\/p>\r\n\r\n<p>Wieder einmal: Eine sch\u00f6ne Senatsreise, viele interessante Eindr\u00fccke, reichlich Wissenswertes, sympathische Mitmenschlichkeit; eben: Senat der Gro\u00dfen Gladbacher.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\">Wodife<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Senatsreise 2005 ins WESERBERGLAND (09.09.2005 \u2013 11.09.2005) 28 Senatorinnen, Senatoren und acht Kinder und Jugendliche (alle wohl erzogen!), waren aus der deutlich gr\u00f6\u00dferen Schar der Reisewilligen \u00fcbrig geblieben. 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