{"id":739,"date":"2016-05-25T10:55:05","date_gmt":"2016-05-25T08:55:05","guid":{"rendered":"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/?page_id=739"},"modified":"2016-05-25T10:55:05","modified_gmt":"2016-05-25T08:55:05","slug":"reise-nach-istanbul-2006","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/?page_id=739","title":{"rendered":"Reise nach Istanbul 2006"},"content":{"rendered":"<h3>Senatsreise 2006 nach ISTANBUL\r\n15.09.2006 bis 18.09.2006<\/h3>\r\n<p style=\"text-align: center;\">\u201eWer Gefahr liebt, wird darin umkommen!\u201c<br>\r\n(Georg Rollhagen (1542 \u2013 1609) Froschmeuseler)<\/p>\r\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-742 size-full\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Foto1.png\" width=\"184\" height=\"123\" \/>\r\n\r\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-743 size-full\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Foto2.png\" width=\"189\" height=\"126\" \/>\r\n\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-744 size-full\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Foto3.png\" width=\"198\" height=\"131\" \/>Die 16 Senatorinnen und Senatoren, die sich am 15. September 2006 (sehr) fr\u00fch auf den Weg nach Istanbul machten, liebten die Gefahr nicht und umkommen in derselben wollten sie schon gar nicht.<\/p>\r\n\r\n<p>Wieder gesund nach Hause kommen wollten sie, und sie waren davon \u00fcberzeugt, dass in der aktuellen Situation ihr Reiseziel ebenso risikolos wie risikoreich ist wie jedes andere Reiseziel in unserer Welt. Sie behielten Recht - Gott sei Dank! Alle Sechzehn betraten am 18. September 2006 am fr\u00fchen Abend Bergisch Gladbacher Boden, unversehrt, voller sch\u00f6ner Erlebnisse, fasziniert von einer facettenreichen, in vieler Hinsicht bedeutenden Stadt, bet\u00f6rt von berauschenden Eindr\u00fccken - und ein wenig melancholisch, nicht nur, weil sie morgen der so ganz andere Alltag mit offenen, fordernden Armen erwartete, sondern auch, weil Stunden und Tage vergangen waren, in denen sie unbeschwert dem Reiz der Sinne nach Herzens Lust fr\u00f6nen konnten und sorgenfrei leben.<br>\r\nJeder der 16 Senatsreisenden war interessiert, war gespannt, diese einmalige Stadt mit den vielen Namen und ihre Menschen kennen zu lernen. Istanbul ist einmalig (wie jede andere Metropole) und einzig! Istanbul liegt als einzige Stadt unserer Welt mit ihrem Stadtgebiet auf zwei Kontinenten, Europa und Asien. Dreizehn Millionen Menschen leben in Istanbul, einhundertdrei\u00dfig Mal mehr als in Bergisch Gladbach.<br>\r\nVon Beginn an war jedem von uns klar, dass wir w\u00e4hrend der uns zur Verf\u00fcgung stehenden Zeit nur einen winzigen Teil dieser Metropole kennen lernen w\u00fcrden. Es waren letztlich wenige Dinge, die wir erlebten, beileibe aber keine Petitessen.<\/p>\r\n\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-745 size-full\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Foto4.png\" width=\"192\" height=\"127\" \/>Mit Bedacht waren sie ausgesucht, in jeder Hinsicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr das Konglomerat Istanbul (wenn nicht sogar T\u00fcrkei) samt ihrer prall vollen und wechselhaften Geschichte, unterschiedlichen Religionen, epochalen Kulturen, grandiosen Architektur, zauberhaften Kunst, der sympathischen, jungen, aufgeschlossenen, freundlichen Menschen und stoisch souver\u00e4n das Verkehrschaos chauffierend beherrschenden Menschen am Busvolant. Allein, all das h\u00e4tten wir kaum so deutlich und lebensnah erfahren k\u00f6nnen, h\u00e4tten wir nicht unseren Ersel Karaman gehabt, einen (t\u00fcrkischen) Reiseleiter der extrem guten Sonderklasse. Seine Kenntnisse: unabsehbar umfangreich, der deutschen Sprache m\u00e4chtig, gepflegt und eloquent, der es nicht etwa bei einer Aufz\u00e4hlung von Details belie\u00df, sondern jedes wie auch immer geartete Detail aus dem ihn pr\u00e4genden und f\u00fcgenden Zusammenhang erl\u00e4uterte. Er war stets nicht etwa nur gut, sondern auf alles vorbereitet, organisatorisch \u00e4u\u00dferst versiert und zuverl\u00e4ssig, in der Improvisation kreativ, routiniert, sicher \u2013 ein Gl\u00fccksfall.<br>\r\nBei der Auswahl der Sehensw\u00fcrdigkeiten und damit Beschr\u00e4nkung auf Weniges kann man m\u00f6glicherweise in Istanbul gar nicht daneben greifen, denn Istanbul bietet durchg\u00e4ngig Beispiele auf Weltniveau:<\/p>\r\n\r\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-746 size-full\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Foto5.png\" width=\"162\" height=\"121\" \/>Hagia Sophia, Blaue Moschee, Chora Kloster, Gro\u00dfer Basar, Gew\u00fcrzbasar,\r\n<p><br><br><br><br><\/p>\r\n\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-747 size-full\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Foto6.png\" width=\"157\" height=\"105\" \/>Topkapi Sarayi, Beylerleyi-Sarayi (= Palast!), Ba\u011fdad Caddesi und \u0130stikl\u00e2 Caddesi (= Stra\u00dfe!), See- und Landmauer, Ruf der Muezzins und Bauchtanz, Goldenes Horn und Bosporus, Bootsfahrt und F\u00e4hrtransfer, Galatabr\u00fccke und Atat\u00fcrk Br\u00fccke, Kebab und Fisch aus dem Marmarameer. Zwar fallen solche Namen, wenn man sie h\u00f6rt, auf bereits bestellten Boden, pr\u00e4sentieren diese sich dann in nat\u00fcrlichem, technischem, architektonischem Fleisch und Blut, erlebt man sie \u201ein Augenh\u00f6he\u201c, verf\u00e4llt man geradezu in einen Sinnenrausch der Wirklichkeit. Die theoretische Vorstellung bleibt in so gut wie allen F\u00e4llen weit hinter der erlebten Realit\u00e4t zur\u00fcck.<br>\r\nWir konnten unsere Erlebnisse umfangreich genie\u00dfen, nicht nur wegen der fulminanten Darbietungen durch unseren Reisef\u00fchrer, sondern auch, weil wir gut untergebracht waren. Unser Hotel (Yasmak Sultan) in der Ebussuud Caddesi liegt mitten in Emin\u00f6n\u00fc, hinter der \u201eHohen Pforte\u201c, dem letzten Regierungssitz der Sultane vor 1853; also im Herzen der Altstadt Istanbuls, eine gute Adresse allein schon deshalb, weil wir von der Dachterrasse (Fr\u00fchst\u00fcck, Abendessen, Gute-Nacht-Trunk) freien Blick hatten: auf die majest\u00e4tische Hagia Sophia und auf den Bosporus mit den Kreuzfahrtschiffen.<\/p>\r\n\r\n<p>Unvorbereitet \u00fcberrascht und zum Staunen gebracht haben uns der abendliche Besuch des Istanbuler \u201eVeedels\u201c Kumkapi (dort geht es zu wie hier rund um die Severinskirche am Tag des l\u00e4ngsten Tisches, nur mehrfach so bunt, heftig und lebendig) sowie die Besichtigung und Erkundung einer Teppichmanufaktur (wie erh\u00e4lt man einen Kilometer langen Seidenfaden, wie kn\u00fcpft man - meistens sind es j\u00fcngere Damen - einen Teppich und wie schaffen sie es, 200 Knoten in einem Quadratzentimeter unterzubringen?). Ansteckend fr\u00f6hliches, ausgelassenes kurzweiliges Leben hier, die konzentrierte, \u00f6de, langwierige und m\u00fchevolle Einsamkeit der t\u00e4glichen archaischen Arbeit dort. Die Spannweite und der Widerspruch dieser Ph\u00e4nomene fallen in Istanbul in sich zusammen und hinterlassen eine Vielfalt der unterschiedlichsten Eindr\u00fccke und Erfahrungen, sodass noch viel Erinnerungsarbeit \u00fcbrig bleibt, Klarheit und Struktur in dieses Gewirr \u00fcberbunter Steine zu Gunsten eines deutlichen Mosaiks zu bekommen.<\/p>\r\n\r\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-748 size-full\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Foto7.png\" width=\"197\" height=\"131\" \/>\r\n\r\n<p>Allen gemeinsam aber war eine Erfahrung. Zwar waren wir allesamt von der Mond\u00e4nit\u00e4t und Jugendhaftigkeit der Menschen, ihrer sehr selbstverst\u00e4ndlich westeurop\u00e4ischen Haltung eingenommen. Selbst in den orientalisch \u00fcbergewichtigen Bazaren war diese \u201eWestlichkeit\u201c eingezogen. Das Urbild aber, das unsere \u00dcberraschung erst erm\u00f6glichte, wurde uns sp\u00e4ter deutlich, n\u00e4mlich - als wir in den Flieger zur\u00fcck nach Deutschland kamen. Da waren sie wieder, die Menschen, die wir in Gedanken nach Istanbul gebracht und dort erwartet hatten, aber nicht vorfanden: diese \u00e4lteren schwarz gewandeten Herren mit dem sieben bis acht Tage-Bart unter der Strickm\u00fctze und dem Handgep\u00e4ck in Discountert\u00fcten, die \u00e4lteren adip\u00f6sen Damen in den langen Gew\u00e4ndern, deren Gesicht nicht sprechen kann, deren Blicke das Unendliche suchen in der N\u00e4he ihrer b\u00e4rtigen Herren. Wir waren wieder in Deutschland, in K\u00f6ln, in Bergisch Gladbach. Unsere Reise nach Osten, an die Grenze Europas, an das Tor zu Asien bescherte uns okzidentale Westlichkeit. Der Orient flog mit uns nach Westen.<\/p>\r\n\r\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-749 size-full\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Foto8.png\" width=\"207\" height=\"137\" \/>\r\n\r\nWodife","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Senatsreise 2006 nach ISTANBUL 15.09.2006 bis 18.09.2006 \u201eWer Gefahr liebt, wird darin umkommen!\u201c (Georg Rollhagen (1542 \u2013 1609) Froschmeuseler) Die 16 Senatorinnen und Senatoren, die sich am 15. 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