{"id":726,"date":"2016-05-25T10:23:13","date_gmt":"2016-05-25T08:23:13","guid":{"rendered":"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/?page_id=726"},"modified":"2016-05-25T10:23:13","modified_gmt":"2016-05-25T08:23:13","slug":"reise-nach-trier-2007","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/?page_id=726","title":{"rendered":"Reise nach Trier 2007"},"content":{"rendered":"<h3>Senatsreise 2007 nach TRIER\r\n(31.08.2007 bis 02.09.2007)<\/h3>\r\n<p>Nicht die Hinterlassenschaften Constantins in Trier, sondern jene von Vulkanen, durch die vor viel l\u00e4ngerer Zeit die Eifel ihre Pr\u00e4gung erhielt, faszinierten die (nur erst) 19 Senatorinnen, Senatoren im einzigen Deutschen Vulkanmuseum in Mendig, der ersten Station der diesj\u00e4hrigen Senatsreise. Die \u00dcberraschung war auch in sofern perfekt, als niemand der Mitreisenden dieses Museum kannte. Was sich Augen und Ohren bot, war schlicht spannend: Aktiver Vulkanismus in der Zeitmaschine und erstarrter Vulkanismus unter Tage im Basalt \u2013 Keller; unter einer 25 Meter dicken Bimsschicht hat man bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts Basalt abgebaut. So entstanden riesige unterirdische R\u00e4ume (Dome), die bald von Bierbrauern entdeckt und wegen der konstant niedrigen Temperatur (ca. +8\u00b0 Celsius) f\u00fcrs Bierbrauen und die Bierlagerung genutzt wurden. Mendig war gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Stadt in Deutschland mit den meisten Brauereien. Eine von ihnen ist \u00fcbrig geblieben. Und dort st\u00e4rkten wir uns, bevor es nach Trier weiterging zum eigentlichen Ziel nach Biersdorf am See zum Hotel. Die geplante gem\u00fctliche und gr\u00fcndliche Nachbereitung des ersten Reisetages fiel aus. Die Hotelbar war in eine Diskothek umfunktioniert. Ein DJ machte \u201elife\u201c \u2013 Musik, zu der er auch hin und wieder sang, leider auch am zweiten Abend. Sich selbst h\u00f6rte man nicht, jedenfalls nicht jeder. \u2013 So weit zur Nachbereitung.<\/p>\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-2-1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-729 size-medium\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-2-1-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-2-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-2-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-2-1-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\r\n\r\n<p>Von Biersdorf nach Trier dauert\u2019s nicht lang, es sei denn, man macht auf dem Weg Halt und eine Brauereibesichtigung in Bitburg. Haben wir nicht gemacht, statt dessen (p\u00fcnktlich) eine Stadtrundfahrt in Trier. - Zuvor aber erlangte die \u201eTruppe\u201c volle Kampfst\u00e4rke. Die einen hielt es aus gesellschaftlichen Gr\u00fcnden am ersten Reisetag in Bergisch Gladbach, die anderen aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden dort erfolgreich im Bett, sodass sie vom zweiten Tage an wieder dabei waren und am dritten Tage in die Saiten griffen und mit h\u00f6rbarem Erfolg zum Mitsingen animierten, prima.<\/p>\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-1-1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-728 size-medium\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-1-1-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-1-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-1-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-1-1-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\r\n\r\n<p>Danke, Edith Derda! \u2013 Die Stadtrundfahrt, sie wurde zu einem ungew\u00f6hnlich interessanten, hoch informativen Erlebnis nicht zuletzt dadurch, dass unser Stadtf\u00fchrer, als w\u00e4re er der Leiter einer scholae cantorum, die Basilika durchschreitend in sonorem Bass-Bariton Gregorianische Melodien solistisch vortrug, um so die grandiose Akustik des riesigen Raumes zu demonstrieren. Dabei wusste man schlie\u00dflich nicht einmal, was einen mehr beeindruckt hatte, die Akustik oder der Gesang. \u2013 Der nachmitt\u00e4gliche Abstecher nach Luxemburg diente dem Kennenlernen des Mueller-Tales sowie \u2013 by the way \u2013 Echternachs. Und trotz der einen oder anderen After-Dinner-Konditionskrise waren Aufnahmebereitschaft und \u2013f\u00e4higkeit wenig getr\u00fcbt. Jedenfalls erfuhr man von unserem Trier-Stadtf\u00fchrer - wir hatten ihn einfach nach Luxemburg mitgenommen -, dass die so abwechselungsreiche, bizarr zerkl\u00fcftete Topografie und Geologie hier auf sehr engem Raum (Kalk-, Sandstein, Schiefer) sich daher erkl\u00e4rt, dass das luxemburgische und Trierer Gebiet am Rande des sog. \u201ePariser Becken\u201c liegt. Dort, wo eine flache Sediment-Lagerung aufgefaltet wurde und zutage tritt. \u2013 Echternach, Dom, Springprozession, der heilige Willibrod: keine erdgeschichtlichen Hinterlassenschaften, sondern kulturelle, die tief in unseren Alltag Einzug gehalten und sich dort verwurzelt haben. Es ist beeindruckend, sich diesen Wurzeln gegen\u00fcber wieder zu finden.<\/p>\r\n\r\n<p><a href=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-3-neu.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-730 size-medium\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-3-neu-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-3-neu-300x225.jpg 300w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-3-neu-768x576.jpg 768w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-3-neu-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Zur\u00fcck zum Profanen, nach Deutschland, zum Abendessen in Trier. Zumindest die Lage des Lokals, hoch \u00fcber Trier, am linken Mosel \u2013 Ufer, war etwas Besonderes: Der Bus konnte nicht wenden. (Konnte er, d. h. unser Fahrer den Bus dann doch. - Bravo!) Der Blick von hier oben \u00fcber Trier von der Terrasse des Restaurants, bei auch noch sch\u00f6nem Wetter und mit einem\r\nGlas guten Moselsekts, ist etwas Au\u00dfergew\u00f6hnliches: die Stadt verr\u00e4t etwas von ihrer Geschichte, in deren Verlauf sie mehr als 30 Mal gepl\u00fcndert, vernichtet und immer wieder aufgebaut worden ist. So eingetaucht in Sinnenlust und Nachdenklichkeit war es schwer, die Herrschaften wieder zur\u00fcck an die Tische zu bringen, damit das vorz\u00fcgliche mosell\u00e4ndische B\u00fcfett seinen Lauf nehmen konnte.<\/p>\r\n\r\n<p>Die \u00dcberraschung w\u00e4hrend des kulinarischen Genusses: K\u00fcr und Ehrung des ersten, einzigen und j\u00fcngsten Pursers der Gro\u00dfen Gladbacher: Felix P\u00fctz. Die Laudatio hielt kein Geringerer als der Ehrenpr\u00e4sident unsere Gesellschaft Franz Heinrich Krey; sachdienliche Rhetorik und problemorientierter Humor inbegriffen. Klasse! - und Gratulation, lieber Felix.<\/p>\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-4-1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-731 size-medium\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-4-1-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-4-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-4-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-4-1-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\r\n\r\n<p>Am Sonntag, der letzte Tag, ging es nach Bernkastel \u2013 Kues, der Geburtsstadt des Universalgelehrten, Theologen und Philosophen, an der Wende zur Neuzeit, Nikolaus von Kues, Namenspatron des hiesigen Nicolaus \u2013 Cusanus \u2013 Gymnasium. \u00dcbrigens: Seine Gebeine fanden in Rom (S. Pietro in Vincoli), sein Herz in Kues, im von ihm gegr\u00fcndeten Stift, die letzten Ruhest\u00e4tten.<\/p>\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-5-1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-732 size-medium\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-5-1-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-5-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-5-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-5-1-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\r\n\r\n<p>So hatte er es gewollt. - Das Schiff fuhr in Bernkastel los. Und dann ging es moselabw\u00e4rts bis nach Zell, Schleusen inklusive, ebenso das sch\u00f6ne Wetter und die pr\u00e4chtige Stimmung an Bord und am Ufer: O, Mosella! Nach der Bootfahrt auf der Mosel war Ehrenbreitstein auf der anderen Rheinseite angesagt.<\/p>\r\n\r\n<p>Ehrenbreitstein: Eine der ganz gro\u00dfen, wehrtechnisch bedeutenden \u201eFesten\u201c, die nie eingenommen werden konnte, so lang es noch interessant war, \u00fcber technische Ma\u00dfnahmen nachzudenken, solche \u201ehigh-tech\u201c \u2013 Dinos zu vernichten. Die Tage und Eindr\u00fccke zuvor waren nicht ohne Wirkung geblieben, sodass die F\u00fchrung durch die Feste Ehrenbreitstein alle nicht mehr interessierte, zumal im \u201eCaf\u00e9 Ferrari\u201c nebenan Kaffee und Kuchen lockten (und Toiletten!) Dennoch: die F\u00fchrung machte mindestens eines deutlich, n\u00e4mlich dass alles wehrtechnische Know-how, und sei es noch so sophisticated, durch den Wandel der Zeiten seines irrwitzigen Charakters entlarvt wird, und man fragt sich, ob derartige intellektuelle H\u00f6chstleistungen nicht g\u00fcnstiger in humane Forschung gesteckt w\u00e4ren. - Sch\u00f6n, dass es Ehrenbreitstein gibt; denn von dort oben hat man einen einmaligen, grandiosen Blick in die Weite der Eifel und der Rheinischen Ebene, auf die Anf\u00e4nge des Hunsr\u00fccks und auf Koblenz, die Stadt an Rhein und Mosel, die Fl\u00fcsse, die der Stadt ihren Namen gaben, indem sie eben dort zusammenflie\u00dfen: fluvii confluentes (lat.), und aus diesem \u201econfluentes\u201c wurde sprachgeschichtlich Koblenz. Dar\u00fcber floss viel Wasser den Rhein und die Mosel hinunter.<\/p>\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-6.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-733 size-medium\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-6-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-6-300x225.jpg 300w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-6-768x576.jpg 768w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-6-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\r\n\r\n<p>\u201eD\u00e4 Rhing eraf\u201c fuhren wir anschlie\u00dfend gen Bergisch Gladbach. Das Ende einer Senatsreise lag vor uns und hinter uns Tage, die ihres fr\u00f6hlichen Erlebnischarakters wegen abgelenkt hatten vom Unbill des Alltags, in denen Senatorinnen und Senatoren zu sich und zu anderen fanden, Neues kennen und Altes verstehen lernten und das Leben als ein sch\u00f6nes solches betrachten konnten.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\">Wodife<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Senatsreise 2007 nach TRIER (31.08.2007 bis 02.09.2007) Nicht die Hinterlassenschaften Constantins in Trier, sondern jene von Vulkanen, durch die vor viel l\u00e4ngerer Zeit die Eifel ihre Pr\u00e4gung erhielt, faszinierten die (nur erst) 19 Senatorinnen, Senatoren im einzigen Deutschen Vulkanmuseum in <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/?page_id=726\"><span class=\"screen-reader-text\">  Reise nach Trier 2007<\/span> weiterlesen<span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-726","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/726","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=726"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/726\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":736,"href":"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/726\/revisions\/736"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=726"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}