{"id":716,"date":"2016-05-25T10:06:10","date_gmt":"2016-05-25T08:06:10","guid":{"rendered":"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/?page_id=716"},"modified":"2016-05-25T10:06:10","modified_gmt":"2016-05-25T08:06:10","slug":"exkursion-dlr-2008","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/?page_id=716","title":{"rendered":"Exkursion DLR 2008"},"content":{"rendered":"<h3>Senat erkundet DLR<\/h3>\r\n<p>Das Interesse war gro\u00df, die Anmeldezahlen gewaltig trotz des Nachmittagtermins (am 22.04.2008), der bekanntlich f\u00fcr viele Senatorinnen und Senatoren ung\u00fcnstig ist. Die Organisation hatte dann doch nicht die Qual der Wahl, weil das DLR seinerseits den zun\u00e4chst angebotenen Termin zugunsten eines neuen verlegte und viele derer, die sich f\u00fcr den 22.02. angemeldet hatten, den neuen Termin am 20.05.2008 nicht wahrnehmen konnten. Nachmeldungen gab es wenige. So entstand eine Gruppe in Idealgr\u00f6\u00dfe, die doch noch kleiner ausfiel, da einige angemeldeten Senatoren fehlten, als es losging: Kalkulation im Eimer, Senatskasse \u201egepitscht\u201c.<\/p>\r\n\r\n<figure id=\"attachment_709\" aria-describedby=\"caption-attachment-709\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/DLR-01.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-709 size-medium\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/DLR-01-225x300.jpg\" alt=\"Unter der ISS\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/DLR-01-225x300.jpg 225w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/DLR-01-768x1024.jpg 768w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/DLR-01.jpg 1944w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-709\" class=\"wp-caption-text\">Unter der ISS<\/figcaption><\/figure>\r\n\r\n<p>Einen Blick hinter die Kulissen des DLR (\u201eForschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland f\u00fcr Luft- und Raumfahrt\u201c) zu werfen, und sei er noch so winzig, l\u00f6st Staunen aus allein wegen der unvorstellbaren Dimensionen und deren schwindelerregender Spannweite, welche die Wissenschaftler durchforschen und die Ingenieure bew\u00e4ltigen: Nano-Technik und Lichtjahre, um nur zwei Beispiele zu nennen. Hier (nicht allein) bewegt sich die Allt\u00e4glichkeit, wenn es darum geht, Menschen den Raum au\u00dferhalb unserer Erde erfahrbar und be \u2013 greifbar zu machen, dem Geheimnis der Entstehung unseres Universums auf die Spur zu kommen.\r\n\u201eDass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenh\u00e4lt.\u201c (Faust I, 382,383) dichtete Johann Wolfgang von Goethe noch bodenst\u00e4ndig, gleichwohl er den \u201eZauberlehrling\u201c bereits im \u201eHinterkopf\u201c hatte. Das Ziel wissenschaftlichen Tuns hat sich im Laufe der Zeit immens verlagert,getrieben freilich von ein und derselben unergr\u00fcndbaren nie versiegenden menschlichen Neugier: Woher kommt der Mensch ...<\/p>\r\n\r\n<p>Im Rahmen weltweiter Anstrengungen arbeitet man in Wahn schwerpunktm\u00e4\u00dfig am Projekt \u201eROSETTE\u201c. Rosette ist kein Kunstwort, sondern der Name eines kleinen Ortes im Norden \u00c4gyptens, in dessen N\u00e4he ein Offizier der Napoleonischen Armee (Pierre Fran\u00e7ois Xavier Bouchard) 1799 einen Stein fand, auf dem Texte in drei Sprachen eingemei\u00dfelt waren: Griechisch, Demotisch und Hieratisch (Hieroglyphen). Des Griechischen war man m\u00e4chtig, die Entzifferung des Demotischen gelang dem Franzosen Jean Fran\u00e7ois Champollion. Da der demotische Text dem griechischen entsprach, hatte er die Vermutung, dass ein und derselbe Text in drei Sprachen, also auch in Hieroglyphen, eingemei\u00dfelt ist. So war es denn auch; seit \u201eRosette\u201c gelten die Hieroglyphen als entziffert, seit den 1820-ern Jahren kann man die Schrift der \u201ealten\u201c \u00c4gypter lesen. Der Stein von Rosette also hat einem Kometen und einem deutschen (DLR-) Projekt den Namen verliehen. Ein mit unglaublich vielen und f\u00fcr die Analyse fester Stoffe tauglichen Instrumenten ausger\u00fcsteter Satellit wird sich - so das Projekt - in naher Zukunft auf die Reise zu diesem Kometen begeben, der sich augenblicklich am Rande unserer Galaxie bewegt. Um dorthin zu gelangen, nimmt der Satellit nicht etwa den direkten Weg, wie der interessierte Laiensenator bis dato anzunehmen geneigt war, sondern umkreist auf seiner Reise dorthin etliche nah und fern positionierte Planeten, um aus diesem Orbit den notwendigen, zus\u00e4tzlichen und gr\u00f6\u00dferen Schwung f\u00fcr den Weiterflug zu sch\u00f6pfen. (Antriebssysteme f\u00fcr einen Direktflug von der Erde zu solch weit entfernten Himmelk\u00f6rpern kann und wird es gar nicht geben.) Man erhofft sich, den Analyseergebnissen, welche die Bordinstrumente zur Erde funken werden, Geheimnisse \u00fcber die Entstehung unseres Alls entlocken zu k\u00f6nnen.<br>\r\nNeben solch futuristischen Bet\u00e4tigungen bem\u00fchen sich die Menschen des DLR auch um Gegenw\u00e4rtiges, z. B. um die Ausbildung, Verpflegung und Versorgung von Astronauten. Hochspezialisiert hat sich inzwischen die Raumfahrtmedizin, die Trainingsprogramme zur Simulation von Arbeiten in der Schwerelosigkeit, z. B. an der Raumstation ISS, sind inzwischen standardisiert, und f\u00fcr die Erledigung allt\u00e4glicher Arbeiten in den Raumstationen stehen Modelle im Ma\u00dfstab 1:1 zur Verf\u00fcgung (Dusche und Toilette sind besonders attraktiv). Zur Verf\u00fcgung steht auch ein astronomischer Etat, der erwartungsgem\u00e4\u00df nicht ausreichend gro\u00df genug bemessen ist. (Solche Informationen sind weniger ungew\u00f6hnlich.) Der Bedarf der insgesamt f\u00fcnf Standorte des DLR (u.a. Oberpfaffenhofen) ist gewaltig und muss gestillt werden. Einerseits kann Deutschland sich der Raumfahrt nicht mehr verschlie\u00dfen (tut es auch nicht), andererseits zieht auch Deutschland nicht unbedeutenden Nutzen sowohl wissenschaftlich-technischer als auch \u00f6konomischer Art aus dieser Besch\u00e4ftigung und Beteiligung - au\u00dfer den Teflon-Bratpfannen. \u2013<\/p>\r\n\r\n<p>Dank, Orden und Alaaf (keine Rakete) unseren studentischen F\u00fchrern!<\/p>\r\n\r\n<p>Die himmelst\u00fcrmenden Senatorinnen und Senatoren waren von der Wucht und der F\u00fclle solcher Weltraum - Dimensionen erdr\u00fcckt, sie waren platt. In Folge dessen machten sie sich (aber nicht mehr wissens-) durstig und hungrig auf den Weg zum P\u00e4ffgen in der Kaule, wo sie freundlich, fr\u00f6hlich und angemessen empfangen wurden von Senatoren, die zwar an der DLR-(Tor-)Tour nicht teilnehmen konnten, die aber die lukullische Nachbereitung nicht vers\u00e4umen wollten und diese an Ort und Stelle bereits \u201eeingel\u00e4utet\u201c hatten. Der Senat war wieder zusammengef\u00fchrt; die Erde hatte uns wieder.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: right;\">wodife<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Senat erkundet DLR Das Interesse war gro\u00df, die Anmeldezahlen gewaltig trotz des Nachmittagtermins (am 22.04.2008), der bekanntlich f\u00fcr viele Senatorinnen und Senatoren ung\u00fcnstig ist. 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