{"id":697,"date":"2016-05-25T08:37:16","date_gmt":"2016-05-25T06:37:16","guid":{"rendered":"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/?page_id=697"},"modified":"2016-05-25T08:37:16","modified_gmt":"2016-05-25T06:37:16","slug":"reise-nach-budapest-2008","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/?page_id=697","title":{"rendered":"Reise nach Budapest 2008"},"content":{"rendered":"<h3>Senatsreise 2008 nach BUDAPEST\r\n(05.09.2008 \u2013 08.09.2008)<\/h3>\r\n<p>Die Messlatte \u201eMindestpersonenzahl: 15\u201c war locker \u00fcbersprungen: 29 Senatorinnen und Senatoren samt Freundinnen und Freunden hatten sich f\u00fcr die Teilnahme an der gro\u00dfen Senatsreise 2008 \u2013 verbindlich \u2013 angemeldet. Die Reise konnte stattfinden. Als es dann am 05.09.2008 um 09.00Uhr vom Busbahnhof in Bergisch Gladbach losging, waren es noch 17.<\/p>\r\n\r\n<figure id=\"attachment_699\" aria-describedby=\"caption-attachment-699\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-01.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-699 size-medium\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-01-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-01-300x200.jpg 300w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-01-768x512.jpg 768w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-01-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-01.jpg 1772w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-699\" class=\"wp-caption-text\">Unsere kleine, aber feine Gruppe vor dem Parlamentsgeb\u00e4ude<\/figcaption><\/figure>\r\n\r\n<p>Aber - und diese Erfahrung best\u00e4tigt sich aufs Neue - je weniger Teilnehmer desto sympathischer die Senats-Reise-Gruppe, desto sch\u00f6ner die Reise, - was nicht hei\u00dft, dass die sch\u00f6nsten Reisen diejenigen sind, an denen niemand, und w\u00e4re er noch so sympathisch, teilnimmt.<br>\r\nTrotzdem: Die diesj\u00e4hrige Reise ist au\u00dfergew\u00f6hnlich gut und sch\u00f6n ausgefallen; jedenfalls bekundete niemand etwas anderes beim leicht wehm\u00fctigen Abschied am sp\u00e4ten Montagabend in Bergisch Gladbach. - Jetzt aber der Reihe nach:<\/p>\r\n\r\n<p>Das Erste: das Wetter<\/p>\r\n\r\n<p>So etwas von gutem, sonnigem, warmem Wetter kann niemand gemeint haben, der uns \u201esch\u00f6nes Wetter\u201c f\u00fcr die Reise gew\u00fcnscht hatte. Tagestemperaturen weit jenseits von 30 Grad Celsius und eine Luftfeuchte von weniger als drei\u00dfig Prozent waren die Normalit\u00e4t an jedem Tag, auch am Montag (08.09.), an dem es aus unerfindlichen Gr\u00fcnden bis 10.35 Uhr dann doch regnete. Also: Sommer lupenrein, extrem. Einfach sagenhaft.<\/p>\r\n\r\n<p>Das Zweite<p>\r\n\r\n<p>Jedem von uns wird er einfach in Erinnerung bleiben, er, unser Reisef\u00fchrer Alexander M\u00e1ty\u00e1s.<\/p>\r\n\r\n<figure id=\"attachment_700\" aria-describedby=\"caption-attachment-700\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-02.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-700 size-medium\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-02-300x200.jpg\" alt=\"Alexander M\u00e1ty\u00e1s erkl\u00e4rt die Mathias Kirche\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-02-300x200.jpg 300w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-02-768x512.jpg 768w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-02-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-02.jpg 1772w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-700\" class=\"wp-caption-text\">Alexander M\u00e1ty\u00e1s erkl\u00e4rt die Mathias Kirche<\/figcaption><\/figure>\r\n\r\n<p>Alexander M\u00e1ty\u00e1s ist Ungarischer Patriot und Antikommunist mit Herz und Blut, unideologischer Pragmatiker, der kaum eine \u00d6rtlichkeit in Budapest auslie\u00df, den Nachweis zu erbringen, wie unmenschlich grausam die Menschen des kommunistischen Regimes gew\u00fctet haben und mit welcher ebenso unverst\u00e4ndlicher wie nicht hinzunehmender Ignoranz heutzutage die politische F\u00fchrung in Budapest die Verbrechen der Kommunisten totschweigt; schlimmer noch, dass heute die politische Elite selbst sich aus solchen Menschen zusammensetzt, die mit der epochalen Wende vom Saulus zum Paulus wurden und heute Demokratie \u201everkauft\u201c, als w\u00e4re sie deren Erfinder. Zwei dramatische Beispiele:<br>\r\n- Mehr als drei Millionen Ungarn lebt heute im angrenzenden Ausland \u2013 unfreiwillig, weil nach dem Zusammenbruch 1945 dem ungarischen Staatsgebiet Teile abgenommen wurden, und niemanden in Ungarn oder Europa st\u00f6rt dies.\r\n- Der ehemalige F\u00fchrer der Jungkommunisten in Ungarn ist heute der Staatspr\u00e4sident.\r\nWer von uns wusste das schon ...<\/p>\r\n\r\n<p>Das Dritte<\/p>\r\n\r\n<p>Budapest; diese Metropole fasziniert ebenso wie Paris, Wien, London, Lissabon oder Wien (die Aufz\u00e4hlung ist unvollst\u00e4ndig!) durch seine (fast) intakte Architektur der (j\u00fcngeren) Vergangenheit. Was bei uns die Bomben und Granaten des Zweiten Weltkrieges in K\u00f6ln, Berlin, Hamburg, Dresden (auch diese Aufz\u00e4hlung ist unvollst\u00e4ndig) an historischer Substanz vernichtet haben, was bei uns anschlie\u00dfend den Abrissbirnen f\u00fcr die autogerechte Stadt zum Opfer fiel, ist hier vorhanden, in all seiner Pracht, (zum Teil aber noch ramponiert vom \u201eCharme\u201c kommunistisch \u2013 kollektiver F\u00fcrsorge.)<br>\r\nDiese wunderbaren, ausgiebig einladenden Geb\u00e4ude aus den letzten drei Jahrhunderten, an denen die Augen \u201eh\u00e4ngen bleiben\u201c, sich nicht sattsehen k\u00f6nnen und doch auf Entdeckungsreise bleiben, diese Geb\u00e4ude vermitteln ein Zu-Hause-Gef\u00fchl, und seien sie noch so gigantisch wie das Budapester Parlament, so filigran gewaltig, wie die gro\u00dfe Markthalle,<\/p>\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-03.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-701 size-medium\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-03-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-03-300x225.jpg 300w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-03-768x576.jpg 768w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-03-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\r\n\r\n<p>in deren Stahlkonstruktion sich die Augen verirren, so wuchtig leicht, wie die Kopfbahnh\u00f6fe, die klobig im Weg stehen, so majest\u00e4tisch thronend, m\u00e4chtig, wie das Palais auf der Budaer Seite. \u2013 Und in diesen H\u00e4usern leben und arbeiten Menschen. Aber die waren und blieben f\u00fcr uns unerreichbar, allein der Sprache wegen. Wenn man sie sprechen h\u00f6rt, f\u00e4llt es schwer zu glauben, dass irgend jemand diese Sprache \u00fcberhaupt verstehen kann.<\/p>\r\n\r\n<p>Das Vierte<\/p>\r\n\r\n<p>Budapest bei Nacht; vom Boot aus kamen wir in den Genuss der illuminierten Budapester Architektur. Das k\u00fcnstliche Licht und die Komposition der Beleuchtung ver\u00e4ndern die K\u00f6rperlichkeit der Geb\u00e4ude, suggerieren Unwirklichkeit, die Geb\u00e4ude scheinen zu schweben. - Das n\u00e4chtliche Panorama dieser ungemein sympathischen Stadt von der Aussichtsplattform unterhalb des Friedensengels auf dem Buda - Burg - Berg brennt sich ein in die Erinnerung, ist \u00fcberw\u00e4ltigend, macht sprachlos.<\/p>\r\n\r\n<p>Das F\u00fcnfte<\/p>\r\n\r\n<p>Alexander M\u00e1ty\u00e1s zum Zweiten. \u2013 Erfahrene (Gruppen-)Reisende haben sicher ihre Erlebnisse mit Reiseleitern und wissen deren Qualit\u00e4t einzusch\u00e4tzen. Unser \u201eAlex\u201c ist ein Sonderfall, eine Ausnahme in der G\u00fcteklasse exzeptionell. Ob in organisatorischer oder programmatischer Hinsicht, ob bei historischer, religi\u00f6ser, wirtschaftlicher, technischer, architektonischer, k\u00fcnstlerischer, medizinischer oder sonst welcher Fragestellung: Alexander war kenntnisreich, wich keiner Frage aus und antwortete ausf\u00fchrlich mit rhetorisch \u2013 didaktischem Schliff. Kein Wunder, k\u00f6nnte man meinen, denn Alex hatte in den 68-Jahren in T\u00fcbingen u.a. Kunstgeschichte studiert (und bei Daimler gejobbt. Er kannte sogar Bergisch Gladbach, weil er als Student auch in Bergheim in der Braunkohle gearbeitet hat).<br>\r\nEs folgten Studienzeiten in Florenz, Venedig und Paris. Unser Alexander hatte den Ehrgeiz, uns in der kurzen, zur Verf\u00fcgung stehenden Zeit so viel und Vielf\u00e4ltiges wie zumutbar erleben zu lassen, und mutete zu bis an den Rand der Aufnahme- und Konditionsgrenze. Dabei gab es willkommene, intensive, angenehme Ruhephasen, z. B. die Bootsfahrt auf der Donau mit vorz\u00fcglichem Abendessen oder das Matinee \u2013 Kammer \u2013 Konzert im Liszt \u2013 Museum.<br>\r\nDas Angenehmste aber war, dass wir uns, nachdem unser Reisef\u00fchrer uns am Flughafen in Empfang genommen hatte, um gar nichts mehr k\u00fcmmern brauchten, bis wir, zur\u00fcck am Flugplatz, \u201eViszontl\u00e1t\u00e1sra\u201c (auf Wiedersehen) sagen mussten. Ein ungew\u00f6hnlich t\u00fcchtiger, engagierter Reiseleiter und ein \u00fcberaus liebensw\u00fcrdiger Mensch, dieser Alexander. Unseren Orden hatte er sich nun wirklich verdient.<\/p>\r\n\r\n<p>Das Sechste<\/p>\r\n\r\n<p>Die Busfahrt war erholsam. Janos, unser Fahrer, chauffierte uns im klimatisierten Bus Stadt ausw\u00e4rts in Richtung Osten: Puszta. Mittags war Zwischenstopp in Kecskem\u00e9t mit Empfang im Rathaus. Die Stadt, hier ist Zolt\u00e1n Kod\u00e1ly geboren, ist zwar kleiner als Bergisch Gladbach aber viel \u00e4lter und verf\u00fcgt \u00fcber ein unvergleichlich gr\u00f6\u00dferes, \u00fcppigeres Rathaus, das an Zeiten erinnert, in denen es in Kecskem\u00e9t offenkundig besser als heute zugegangen ist. Auch einige z.T. prachtvolle Bauten sprechen f\u00fcr diesen Tatbestand.<\/p>\r\n\r\n<figure id=\"attachment_702\" aria-describedby=\"caption-attachment-702\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-04.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-702 size-medium\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-04-300x225.jpg\" alt=\"Das Kod\u00e1ly Monument\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-04-300x225.jpg 300w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-04-768x576.jpg 768w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-04-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-702\" class=\"wp-caption-text\">Das Kod\u00e1ly Monument<\/figcaption><\/figure>\r\n\r\n<p>Nach gutem Mittagsimbiss ging\u2019s weiter. Bei diesem Kaiserwetter - und in der ehemaligen Doppelmonarchie war es eben doppeltes Kaiserwetter - zeigte sich die Landschaft von ihrer sehr sch\u00f6nen Seite. So fiel der erste Eindruck von der Puszta schon \u00fcberaus positiv aus. Es kam noch besser. Nach Begr\u00fc\u00dfungsmirabellenschnaps und Gruppenbild, einschl. \u201ePiroschka\u201c, bestiegen wir zweiachsige Panjewagen, und es ging los. Nach wenigen Augenblicken waren wir allein in und mit der Puszta, mit dem Staub und Sand, die von den Pferdehufen und den Wagenr\u00e4dern aufgewirbelt und vom Fahrtwind uns nicht nur ins Gesicht geblasen wurden, was den Spa\u00df an der Fahrt und den Genuss der Puszta nur noch steigerte. Die Puszta erinnert etwas an eine Heidelandschaft ohne Heidekraut, so jedenfalls der zweite Eindruck w\u00e4hrend dieser Fahrt, die dann doch viel zu kurz ausfiel, als dass man intensiver Gemeinsamkeiten oder Unterschiede mit der Heide h\u00e4tte feststellen k\u00f6nnen (wollen).<\/p>\r\n\r\n<figure id=\"attachment_703\" aria-describedby=\"caption-attachment-703\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-05.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-703 size-medium\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-05-300x225.jpg\" alt=\"Olga in ihrem Warenlager\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-05-300x225.jpg 300w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-05-768x576.jpg 768w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-05-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-703\" class=\"wp-caption-text\">Olga in ihrem Warenlager<\/figcaption><\/figure>\r\n\r\n<figure id=\"attachment_704\" aria-describedby=\"caption-attachment-704\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-06.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-704 size-medium\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-06-300x225.jpg\" alt=\"Wollscheine in der Puszta\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-06-300x225.jpg 300w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-06-768x576.jpg 768w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-06-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-704\" class=\"wp-caption-text\">Wollscheine in der Puszta<\/figcaption><\/figure>\r\n\r\n<p>Gesandstrahlt kamen wir an einem einsam gelegenen, gr\u00f6\u00dferen Hof an, einem typischen Puszta - Bauernhof, auf dem die B\u00e4uerin Olga, Ihr Mann und eine Praktikantin aus Erfurt (beide haben ebenfalls Namen, die wir nicht erfuhren, aber auch nicht erfragten!) und ihren Tieren (u.a. Wollschweine!) autark. Olga spricht ein wunderbares Deutsch und erz\u00e4hlte uns etwas u.a. von der n\u00e4chtlichen Geschlechtertrennung in vergangenen Zeiten, die einherging mit reichem Kindersegen. Das sei heute anders. Die Trennung sei aufgehoben und der Kindersegen bleibe aus. Die b\u00e4uerliche Arbeit sei dennoch die gleiche. Man produziere so viel, dass man davon leben und manches auch noch verkaufen k\u00f6nne, und unterbreitete uns ein vielf\u00e4ltiges Warensortiment mit eigenen Produkten, die mancher von uns nicht einmal (mehr) kannte.<\/p>\r\n\r\n<p>Nat\u00fcrlich fehlte Paprika nicht, von dem Olga sagte, Paprika sei zweimal scharf, einmal, wenn man ihn esse, zum zweiten Mal, wenn man ihn ... eben Paprika aus der Puszta. \u2013 Das Nachhaltige dieses Besuches: Wir waren mit Olga, ihrem Mann und ihrer Praktikantin allein, hatten scheinbar unbegrenzte Zeit und waren die einzigen Menschen in der Puszta.<br>\r\n(Auch so etwas muss vorab organisatorisch vorbereitet sein, was es auch war, dank Alex und Studiosus.)<\/p>\r\n\r\n<p>Zur\u00fcck im Gutshof erlebten wir eine grandiose Darbietung mit Pferden. \u2013 Das Gut verf\u00fcgt \u00fcber eine Pferdezucht, in der Pferde auch ausgebildet werden. \u2013 Es ging los: Zweier-, Vierer-, Sechser- und Achter-Gespanne durchpfl\u00fcgten den kn\u00f6cheltiefen Sand mit h\u00f6llischer Geschwindigkeit, Hufe und Wagenr\u00e4der lie\u00dfen den Sand wie Wasser aufspritzen, die Kutschen drohten in den scharf gefahrenen Kurven umzukippen. - Dann zehn oder zw\u00f6lf Peitschen schwingende Reiter, die ihre (Kampf-) Pferde mit lautem Peitschenknallen, unmittelbar an deren Ohren, auf bevorstehendes Kampfget\u00fcmmel (Rosenmontagszug?) vorbereitet haben.<\/p>\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-08.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-706 size-medium\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-08-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-08-300x225.jpg 300w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-08-768x576.jpg 768w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-08-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\r\n\r\n<p>Heute eine f\u00fcr Touristen bewahrte und kultivierte Tradition, ein kulinarisches Spektakulum. Die Reiter standen dann pl\u00f6tzlich auf dem R\u00fccken ihrer Pferde, dann spielten die Pferde pl\u00f6tzlich \u201etoter Mann\u201c, boten Schlafplatz, setzten sich wieder hin (wer hat schon einmal sitzende Pferde gesehen?) und boten sich ihren Reitern quasi als Podest an, was diese auch annahmen. Die \u201eFuchsjagd\u201c war f\u00fcr alle Reiter einmal mehr Gelegenheit, ihre fulminanten Reitk\u00fcnste zu demonstrieren, was sie auch taten, besonders der \u201eFuchs\u201c, dem die restlichen Kollegen ein Tuch abzujagen hatten. Dem mit offenem Munde staunend alles verfolgenden Senator fiel auch noch auf, dass die Reiter ohne Sattel ritten; und wenn Sattel, so war dieser nur aufgelegt ohne Verzurrung \u2013 wenn dieser Terminus in diesem Zusammenhang erlaubt ist. Dies war beim anschlie\u00dfenden Reiterspiel (so etwas wie \u201cDie Reise nach Jerusalem\u201c) nicht ung\u00fcnstig. Mussten die Reiter, die eine Runde gewonnen hatten, so schnell wie m\u00f6glich runter vom Pferd, einen Holzklotz umlegen und wieder rauf. Solche Reitkunst verbl\u00fcffte auch die erfahrenen Reiter \u2013 Senatorinnen und -Senatoren.<\/p>\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-07.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-705 size-medium\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-07-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-07-300x225.jpg 300w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-07-768x576.jpg 768w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-07-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-07.jpg 1648w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\r\n\r\n<p>Atemlose Spannung l\u00f6ste die letzte Darbietung aus: 10 Pferde und ein Pferdelenker, nicht Reiter; auf dem R\u00fccken der beiden letzten Pferde einer 4 \u2013 4 \u2013 2 \u2013 Formation stehend und jedes einzelne der 10 Pferde mit separaten Z\u00fcgeln lenkend.<\/p>\r\n\r\n<p>Diese Formation drehte ihre Runden und erh\u00f6hte von Mal zu Mal das Tempo bis hin zu gef\u00fchlter Schallgeschwindigkeit. Es wurde unheimlich. W\u00e4ren es zw\u00f6lf Pferde (und Reiter) gewesen ... nicht auszudenken!<br>\r\nBenommen nachsinnend folgten wir unserem Reiseleiter und standen unvermittelt vor drei pr\u00e4chtig gedeckten Tischen (in den Farben der Gesellschaft!) auf gepflegter Wiese, begleitet von virtuos - dezenter Musik einer Zigeuner-Kapelle (Zigeuner sind und hei\u00dfen in Ungarn Zigeuner, ohne dass jemand sich daran st\u00f6\u00dft).<\/p>\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-09.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-707 size-medium\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-09-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-09-300x225.jpg 300w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-09-768x576.jpg 768w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-09-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-09.jpg 1648w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\r\n\r\n<p>Wir wurden zur Tafel gebeten und erlebten ein k\u00f6stliches, \u00fcppiges Abendessen, w\u00e4hrend die Sonne dabei war, langsam hinter den Puszta - B\u00e4umen zu verschwinden. Vermutlich w\u00e4re niemand erstaunt gewesen, wenn pl\u00f6tzlich das Kommando ert\u00f6nt w\u00e4re: \u201eFilm ab!\u201c ...<\/p>\r\n\r\n<p>Der Rest<\/p>\r\n\r\n<p><a href=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-10.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-708 size-medium\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-10-225x300.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-10-225x300.jpg 225w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-10-768x1024.jpg 768w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Budp-10.jpg 1236w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>Nach solch einem Tag kann es nur schlechter werden; wurde es auch: Wir mussten n\u00e4mlich am n\u00e4chsten Tag nach Hause fliegen, und nachts begann es zu regnen, aber nur so lang, dass wir am anderen Morgen bei Sonnenschein unseren Spaziergang auch durch das Budapester Judenviertel (in Budapest steht die gr\u00f6\u00dfte Synagoge Europas) absolvieren konnten. \u2013 Finaler, gemeinsamer Umtrunk im Hotel: Abschiedsworte, Dankesch\u00f6n und Ordensverleihung; Fahrt zum Flugplatz; R\u00fcckflug wie schon der Hinflug unauff\u00e4llig, angenehm - aber mit Verzicht auf das dargebotene Sandwich; Ankunft in D\u00fcsseldorf; nach einigem Warten und zwei bis drei Telefonaten fanden wir auch unseren Bus, und der fand routiniert den Weg nach Bergisch Gladbach. Die Senatsreise 2008 war beendet; sie war - und darin waren sich alle einig - eine der besonders gut gelungenen. Und das freut einen denn ja auch.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\">wodife<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Senatsreise 2008 nach BUDAPEST (05.09.2008 \u2013 08.09.2008) Die Messlatte \u201eMindestpersonenzahl: 15\u201c war locker \u00fcbersprungen: 29 Senatorinnen und Senatoren samt Freundinnen und Freunden hatten sich f\u00fcr die Teilnahme an der gro\u00dfen Senatsreise 2008 \u2013 verbindlich \u2013 angemeldet. Die Reise konnte stattfinden. <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/?page_id=697\"><span class=\"screen-reader-text\">  Reise nach Budapest 2008<\/span> weiterlesen<span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-697","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/697","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=697"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/697\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":713,"href":"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/697\/revisions\/713"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=697"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}