{"id":548,"date":"2016-05-20T14:59:35","date_gmt":"2016-05-20T12:59:35","guid":{"rendered":"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/?page_id=548"},"modified":"2016-05-20T14:59:35","modified_gmt":"2016-05-20T12:59:35","slug":"wandertag-2013","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/?page_id=548","title":{"rendered":"Wandertag 2013"},"content":{"rendered":"<h3>Senatswandertag am 15. September 2013<\/h3>\r\n<p>In einer Zeit, in der Geschwindigkeit keine Hexerei zu sein scheint, sind \u201eWandertage\u201c ein Anachronismus, m\u00fcssten solche \u201eEvents\u201c, um up to date zu sein, doch Zeitreisen, intergalaktische Meetings oder Podiumsdiskussionen mit Alien sein; jedenfalls solche, die der rasenden, alles mit sich rei\u00dfenden Zeit zu Diensten sind. Wandertage sind das Relikt aus einer Vergangenheit, in der den Menschen Zeit noch zur Verf\u00fcgung stand, Dinge zu erledigen, die man heute kaum oder gar nicht mehr kennt, wie Zeit selbst. Sogar \u201etime is money\u201c entpuppt sich als \u201eWegschnapp-Motivation\u201c: Wer heutzutage \u00fcber Geld verf\u00fcgt, hat keine Zeit mehr. Man kommt um vor Aktualit\u00e4t, fest \u00fcberzeugt, als erster Mensch die neuesten Probleme der Welt l\u00f6sen zu m\u00fcssen, sieht sich gen\u00f6tigt, das Rad t\u00e4glich neu zu erfinden, f\u00fchlt sich allein gelassen mit den F\u00e4hrnissen dieser Welt, die ausgerechnet ihn heute treffen: Stress, Burn-out, Herzinfarkt \u2026<\/p>\r\n\r\n<p><a href=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_2-Kopie.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-551 size-medium alignnone\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_2-Kopie-300x200.jpg\" alt=\"Wandertag_2 Kopie\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_2-Kopie-300x200.jpg 300w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_2-Kopie-768x512.jpg 768w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_2-Kopie-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_2-Kopie.jpg 1772w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\r\n\r\n<p>Wandertag des Senats der Gro\u00dfen Gladbacher in und um Hohkeppel (das ist der Ort nahe Lindlar, das Zentrum des Wandertages 2012!) \u2026 Senatorinnen, Senatoren, Kinder, G\u00e4ste und Hunde bewegen sich 75 Minuten auf einem Areal, so gro\u00df wie ein Fu\u00dfballfeld, und tauchen ein in eine Zeit, die vor 958 n. Chr. begann. Urkundlich - so haben sich die Historiker geeinigt - wird Hohkeppel 958 das erste Mal erw\u00e4hnt, muss also da schon einige Jahre auf dem Buckel gehabt haben. Damals schickt der deutsche K\u00f6nig Heinrich I. (919 \u2013 936) das Br\u00fcderpaar Humfried und Walfried nach Hohkeppel mit dem Auftrag, die Gegend um Hohkeppel zu be - Weg \u2013 en, L\u00e4ndereien zu gewinnen, um diese dem Reich zuzuf\u00fchren; Neuland oder Umwandlung von (Natur-) Brachen in Siedlungsgebiet, Errichtung der notwendigen Infrastruktur und eines religi\u00f6sen Zentrums; n\u00e4mlich einer Kirche, die man dann wegen der besseren Alimentation der K\u00f6lner Stiftbr\u00fcder einerseits, der optimalen geistlichen Unterst\u00fctzung durch die selben Verd\u00e4chtigen andererseits dem Stift St. Severin in K\u00f6ln widmete: Kooperation und Synergie.<\/p>\r\n\r\n<p>Schon damals durchquerte Hohkeppel in West-Ost-Richtung eine bedeutende Handelsstra\u00dfe, die West- mit Osteuropa verband. Diese Stra\u00dfe, heute eher ein breiterer Weg, hie\u00df in Hohkeppel bis vor gar nicht allzu langer Zeit \u201eK\u00f6lner Stra\u00dfe\u201c. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts bauten die Hohkeppler eine gro\u00dfe Herberge f\u00fcr Handlungsreisende und deren Fuhrwerk, das \u201eWei\u00dfe Pferdchen\u201c; heute nach Restaurierung immer noch ein imposanter Gro\u00dfbau, dessen Nutzung nur mit erheblichen Subventionen gew\u00e4hrleistet werden kann; damals eine \u201cAutobahnrastst\u00e4tte\u201c, der heutzutage die Autobahn abhandengekommen ist.<\/p>\r\n\r\n<p><a href=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_3-Kopie.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-552 size-medium\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_3-Kopie-300x200.jpg\" alt=\"Wandertag_3 Kopie\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_3-Kopie-300x200.jpg 300w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_3-Kopie-768x512.jpg 768w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_3-Kopie-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_3-Kopie.jpg 1772w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\r\n\r\n<p>Stra\u00dfen verbinden und trennen zugleich, nicht so stark wie Fl\u00fcsse aber immerhin. Wegen eines Streites \u00fcber der \u201eZehnten\u201c \u2013 weniger \u00fcber die Erhebung als dessen Verteilung- gerieten Hohkeppel und Lindlar aneinander mit dem \u201cErfolg\u201c, dass die K\u00f6lner Stra\u00dfe in Hohkeppel zur Grenze zwischen zwei Kirchspielen erkl\u00e4rt wurde: S\u00fcdliches Hohkeppel geh\u00f6rte ab sofort zum Kirchspiel Lindlar, n\u00f6rdliche Hohkeppler blieben im Kirchspiel Hohkeppel. Das war 13. Jahrhundert. Fortan waren Ehen zwischen Menschen diesseits und jenseits der K\u00f6lner Stra\u00dfe quasi Mischehen, und Hohkeppeler Kindern des S\u00fcdens war der Besuch der Schule, die n\u00f6rdlich der Stra\u00dfe gelegen war, untersagt, vom Besuch der Messe gar nicht zu reden. Unglaublich schikan\u00f6se Komplikationen, mit denen erst 1975 (!), und zwar mit der Gebietsreform, Schluss war. Ein Gl\u00fcck, dass der deutsche Schwachsinn des 20. Jahrhunderts nur vierundvierzig Jahre k\u00fcnstlich beatmet worden ist!<\/p>\r\n\r\n<p>Bevor die Vergangenheit die Gegenwart vollends erreicht hatte, erfuhren eher ungl\u00e4ubige Senatoren, dass es in Hohkeppel bis in die sechziger Jahre eine Post, zwei Kolonialwarenl\u00e4den (\u201eTante Emma\u201c), f\u00fcnf Gastwirtschaften z.T. mit Saal, eine Schule gegeben hat. Dann wuchs Hohkeppel, die Bev\u00f6lkerung vervielfachte sich. Heute gibt`s in Hohkeppel (nur) noch eine Gastwirtschaft.<\/p>\r\n\r\n<p><a href=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_1-Kopie.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-550 size-medium\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_1-Kopie-300x200.jpg\" alt=\"Wandertag_1 Kopie\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_1-Kopie-300x200.jpg 300w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_1-Kopie-768x512.jpg 768w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_1-Kopie-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_1-Kopie.jpg 1772w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\r\n\r\n<p>Wieder aufgetaucht aus der Geschichte bemerkte man sogleich, dass man fast eineinhalb Stunden nicht von der Stelle gekommen war, und beschloss, noch eine Stunde den Liederwanderweg zu laufen. W\u00e4hrend das Gros sich auf den Parcours begab, machten sich die nicht nur Fu\u00dfkranken an die Arbeit: Vorbereitung des Grillfestes. Unter der bew\u00e4hrten Anleitung und F\u00fchrung der erfahrenen Marketenderin (Susanne Fuchs) und ihrer kenntnisreichen Hilfsmarketender (Matthias Fuchs, Regina Sam und Rolf Sam) erfuhr man, dass gute Vorbereitung und professionelle Performance auf einem Holz wachsen: vorz\u00fcglich gegrilltes Gut, erlesene Salate und div. gepflegte, gek\u00fchlte Getr\u00e4nke: Wann endlich lassen sich Michelin und GaultMillau hier sehen! \u2013 Senatsschriftsteller Rolf Sam bedankte sich im Namen aller Beteiligten und Nutznie\u00dfer mit gro\u00dfem Blumenstrau\u00df und B\u00fctzchen bei Susanne Fuchs.<\/p>\r\n\r\n<p><a href=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_4-Kopie.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-553 size-medium\" src=\"http:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_4-Kopie-300x200.jpg\" alt=\"Wandertag_4 Kopie\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_4-Kopie-300x200.jpg 300w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_4-Kopie-768x512.jpg 768w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_4-Kopie-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/senat-grossegladbacher.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wandertag_4-Kopie.jpg 1772w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\r\n\r\n<p>Zum Schluss: Das Wetter \u2013 nicht so einmalig strahlend sonnig wie 2012; aber wunderbar angesichts der Tatsache, dass es Samstag zuvor und am Montag danach \u201cgesch\u00fcttet\u201c hat, und das so gut wie den ganzen Tag: Wir hatten trockenes, zeitweise sonniges Wetter mit angenehmen Temperaturen.<\/p>\r\n\r\n<p>Petrus B-Mannschaft muss auch mal ran! \u2013 Dem zauberhaften Bergischen Land schadet dies eh nicht.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\">wodife<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Senatswandertag am 15. 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